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Borderline und mittelasiatisches Schamanentum

  von Jakob Taube

Wenn Sie den Titel „Borderline und mittelasiatisches Schamanentum“ lesen, fragen Sie sich vermutlich, was das Borderline-Syndrom, das Schamanentum und Nahtod-Erfahrungen miteinander zu tun haben. Im Grunde nicht viel. Doch oft gelangen im Leben Dinge zueinander, die unterschiedlicher kaum sein können. In seinem Buch setzt sich Jakob Taubes mit der Frage auseinander, ob es für einen Borderline-Kranken möglich ist, ein authentisches und wahrhaftiges Leben zu führen?

Mediziner und Psychologen sind sich uneinig. Therapie-Erfolge sind selten und nur mit großen Mühen zu erreichen, für die Erkrankten, die Familien und die Psychologen.
Jakob Taube nähert sich der Persönlichkeitsstörung von einem ungewöhnlichen Ansatz aus. Er verbindet Psychoanalysen des Borderline-Syndroms mit zentralasiatischen Schamanen-Erzählungen und Analysen von Nahtod-Erfahrungen. So fremd diese Themen einander im ersten Moment zu sein scheinen, so überraschend ist der daraus entwickelte Behandlungsansatz.
„Wenn ein echter Spieler einen echten Spieler spielt, dann kann ich das unmöglich ,unecht’ nennen.“

tl_files/tiny_templates/Fotos Autoren/taube.jpgJakob Taube

geboren 1961 in Leipzig, studierte in Ost-Berlin, Halle und Taschkent usbekische und persische Sprache und orientalische Archäologie, promovierte 1990 an der Universität Halle-Wittenberg mit einer Arbeit über die Ornamentik mittelasiatischer Stickereien.
Schwerpunkte seiner Arbeit sind neben den Textilien die Märchen und Glaubensvorstellungen mittelasiatischer Völker, insbesondere das Schamanentum. Er lebt mit seiner Frau bei Leipzig.
Weitere Publikationen:
Albasty. Kindbettdämonin und Vamp bei den Kasachen. Allgemeiner Teil, Huy-Neinstedt: Wortraum-Edition 2008.
Welt und Leben in Stickereien und Märchen mittel-asiatischer Völker. Untersuchung zur Geschichte von Weltsicht, Wiesbaden: Harrassowitz 1993.
Zusammen mit Ignazio Vok: Vok-Collection Suzani. Eine textile Kunst aus Zentralasien, Teil 1 und 2, München: Edition Vok 1994 und 2006.
Als Herausgeber und Übersetzer: Der halbe Kicherling. Usbekische Märchen, mit 16 Temperabildern von Schuchrat Babadschanow, Leipzig: Reclam 1990.